"So würde ich mich bei Dir wieder geborgen fühlen..."
- Armin Wilding

- vor 11 Stunden
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"So würde ich mich bei Dir wieder geborgen fühlen...", sagte die Frau, als sie in der Paarberatungssitzung von ihrem Partner im "Trockentraining" das bekam, was ihr maximal fehlte: ein Zuhören, bei dem man sich wahrgenommen fühlt, ernst genommen und sich in Präsenz des Anderen zum ersten Mal seit langem wieder öffnen will.
Wo dieses echte Beieinander sein, dieses wirkliche Interesse füreinander verloren geht, das habe ich mich anfangs längere Zeit gefragt - und vor allem warum es das tut. Und es gibt Antworten, die das Leben vieler - wahrscheinlich sogar aller - Paare verändern können.

Zu Beginn einer jeden Liebesbeziehung sind es nicht nur die Hormone und der Sex, die uns aneinander binden - es ist genauso und vielmehr diese perfekte Passung: Endlich der Mensch, der mich komplett macht! Mein zweiter Lungenflügel, der Topf zum Deckel, das Dream Team. Das zieht uns wirklich an, über Genuss und Hormone hinaus.
Im Lauf der ersten Jahre verliert sich dieser Effekt allerdings, vor allem, wenn es im Leben "zur Sache geht: Zusammenleben, Haus, Kinder, Druck und Stress. Dann endet die Infusion der Glückslösung und die Partner finden sich wieder auf dem Trockenen ihrer Unvollkommenheiten: Nein, der Andere ist nicht dazu da, mich komplett zu machen. Der ist auch ein Mensch und will, dass ICH ihn vervollständige. Und beiderseitig: Nicht noch jemand, der was von mir will!
In dieser Phase von Partnerschaft erfahren wir knallhart, wie gut oder schlecht wir bisher gelernt haben, mit uns selbst umzugehen, unsere Bedürfnisse selbständig zu stillen, mit unseren Zweifeln und Problemen selbst umzugehen - ohne die starken Arme des "Ersatz-Papas" und ohne die süßen Hände der "Ersatz-Mama".
Und wenn das schlecht läuft, weil ZWEI Batterien fast leer sind und ZWEI Menschen einander um Trost und Stärkung anflehen, dann verdunstet der Respekt, das Zuhören, die Geduld und zuletzt auch die Liebe.
Der Ausweg? Zuallererst: Endlich zum ECHTEN Egoisten werden - einem Menschen, der sich darum kümmert, dass es ihm wirklich gut geht. Solche Menschen sind die verträglichsten Exemplare unserer Rasse, denn wenn sie liebevoll und fürsorglich mit sich umgehen, ihre Batterien aufladen, das Leben an sich zu lieben lernen, dann bekommen sie erst wieder Ressourcen, Ruhe, Stärke und Geduld für das fremde und unverständliche Wesen an ihrer Seite, "Mann" oder "Frau" genannt. Und dann, erst dann kommt die Liebe wieder ins Fließen.
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Wie Partnerschaften und Liebesbeziehungen wieder in diese Dynamik finden, wie man mitten in Familie und Alltagsbelastung wieder zur eigenen Mitte findet und im Einklang mit den Eigenheiten der Natur der männlichen und weiblichen Seele kommuniziert, liebt und Konflikte austrägt - das lernen die Teilnehmer am offenen und kostenfreien Praxisseminar "Ohne Dich kann ich (nicht) sein" am 19. März (online, 18h) sowie am Kursmodul "Paarkommunikation", das zwei Wochen später beginnt und bis in den Mai hineingeht. Genaue Infos findest Du hier auf meiner Webseite.




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