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Wer dich provozieren kann, hat Macht über dich


Viele Menschen glauben, Wut sei ein Zeichen von Stärke. Das Gegenteil ist der Fall: Wer laut wird, schreit oder andere einschüchtern will, versucht häufig etwas zu kompensieren.


Dasselbe gilt für dich selbst.


Wenn einem Menschen wenige Worte genügen, um dich aus der Fassung zu bringen, dann hat er in diesem Moment Macht über dich. Er entscheidet über deinen inneren Zustand. Du gibst ihm die Fernbedienung für deine Gefühle.


Das bedeutet nicht, dass du keine Wut empfinden darfst. Wut kann berechtigt sein. Sie kann dich darauf hinweisen, dass eine Grenze verletzt oder ein wichtiger Wert missachtet wurde.


Die entscheidende Frage lautet jedoch: Wer führt wen?


Führt dich dein Zorn? Oder führst du deinen Zorn?


Wer die Situation versteht und bewusst entscheidet, bleibt souverän.


Deshalb besteht wahre Stärke nicht darin, den anderen zu beherrschen. Wahre Stärke besteht darin, sich selbst zu beherrschen.


Denn solange andere über deine Reaktionen bestimmen können, besitzen sie Macht über dich. Erst wenn du lernst, auch unter Druck klar zu denken und bewusst zu handeln, gewinnst du deine Freiheit zurück.


Wie man Zorn, aber auch Angst, Scham und andere Gefühle im Gespräch souverän reguliert und voll handlungsfähig bleibt, zeige ich im Seminar "Endlich sagen, was ich wirklich meine" am Donnerstag den 30. Juli (19-20:30 Uhr, online).


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