Dann erst habe ich aufgehört nachzudenken...
- Armin Wilding

- 1. Feb.
- 1 Min. Lesezeit

Du liegst im Bett, und Dein Kopf arbeitet gegen Dich. Das ändert sich nicht durch "zu Ende denken", nicht durch Ablenkung, und nicht durch eine erlösende Veränderung im Äußeren.
Die Gedanken sind eine Abzweigung - ein Ausweichen vor dem, was schlimmer wäre als das kreisende Kaleidoskop im Kopf.
Was kann aber schlimmer sein als dieses ewige Gefangen sein im Teufelskreis der stets gleichen Überlegungen?
Das Fühlen.
All das zu fühlen, was im Inneren vorgeht, oder manchmal noch beklemmender: die Leere.
Das Denken, der Kopf, die Ablenkung - sie sind Abzweigungen, und der Weg hinaus führt wieder einmal dorthin, wo er hinein führte:
Ich fühle - und flüchte nicht.
Ich bin einsam - und halte es aus.
Da ist nur Leere - aber ich bin da.
Am Anfang gilt es nur, diesen Zustand ein wenig zu halten, ein paar Minuten. Dann wird Schritt für Schritt spürbar werden, dass ich die Gefühle halten kann, dass ich trotzdem lebe und handlungsfähig bin.
Nur durch das Fühlen geht der Weg aus dem Gedanken-Karussell ins Leben.
Bild: Österreich





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